Ein Zeitungsbeitrag zu einem neuen Defibrillator machte vor ein paar Monaten auf eine für mich erschreckende Tatsache aufmerksam: Weder für Gesamtdeutschland noch für viele Regionen gibt es eine auch nur einigermaßen vollständige Datenbank bzw. Karte zu Defibrillatoren. Keine ist wirklich umfassend erschlossen, keine bringt auch nur annähernd alle wünschenswerten Funktionen mit.
Allein für den hiesigen Landkreis, Roth (bei Nürnberg), gab bzw. gibt es mindestens fünf verschiedene Dienste: Neben großen Karten wie Defi-Kataster, Defi-Map und Björn-Steiger-Stiftung sowie OSM betreiben auch der Landkreis und verschiedene Kommunen eigene Karten.
Gleichzeitig ist es eine bittere Tatsache, dass nur etwa jeder zehnte Betroffene eines plötzlichen Herzstillstandes diesen außerhalb einer Klinik auch überlebt, wie zuletzt auch eine Pressemitteilung des Deutschen Reanimationsregisters einmal mehr unterstrich. Ein großer Teil der Menschen stirbt unerkannt (etwa im Schlaf oder allein zu Hause). Und in vielen weiteren Fällen stehen nicht ausreichend motivierte und fähige Ersthelfer zur Verfügung, um eine wirkungsvolle Herzdruckmassage zu leisten, wie auch Rettungssanitäter in Gesprächen unisono berichten. In all diesen Fällen hilft auch kein Defibrillator.




