OpenStreetMap

Aufforderung zum Vandalismus im Landschafts - und Naturschutzgebiet

Posted by uli0815 on 16 May 2020 in German (Deutsch)

Aufforderung zum Vandalismus im Landschafts - und Naturschutzgebiet

Comment from lyx on 16 May 2020 at 23:24

Hi, Du hast dich offenbar gerade ziemlich aufgeregt. Es ist meistens eine ziemlich schlechte Idee, in so einem Fall gleich etwas öffentlich zu schreiben. Besser eine Nacht drüber schlafen, und dann einmal den Gedanken in Erwägung ziehen, dass “die Anderen” vielleicht keine üblen verantwortungslosen Unholde sind, sondern möglicherweise Gründe für ihr Tun haben könnten die unter Umständen sogar nachvollziehbar sein könnten. Und wenn man eine Änderung bewirken möchte, hilft “drüber reden” ziemlich sicher besser als Vorwürfe und Formulierungen, welche die “Gegenseite” mit einiger Berechtigung als beleidigend empfinden könnten.

So gut wie alle Mapper wollen keine Wege in den Daten, wo keine Wege sind. Das ist aber etwas völlig anderes als “Wege wo keine sein sollten”, und wenn ich mir deine Änderungen ansehe geht es dir um genau letztere. Das Ziel von OpenStreetMap ist es, die Realität zu modellieren so wie sie ist. Und wenn an einer Stelle ein Weg IST der nicht benutzt werden soll, dann gehört in die Daten nicht “kein Weg” sondern “ein Weg der nicht benutzt werden soll”. Das Entfernen eines solchen Weges aus den Daten wird von sehr vielen Mitwirkenden als Vandalismus angesehen.

Nehmen wir einen Augenblick an, wir würden die Welt so kartieren wollen, wie sie sein sollte, statt so wie sie nun mal leider ist: Dann stellt sich als erstes natürlich folgende Frage: Wer legt eigentlich fest wie die Welt sein sollte? Du? Ich? Das Amt für Realitätsverwaltung? Donald Trump? Die schweigende Mehrheit? Und falls wir uns hier einige geworden sind, gleich die zweite Frage: Wie erfahren die Mapper davon, dass die Welt an dieser Stelle so und so sein sollte? Okay, ich glaube das Gedankenexperiment führt zu nichts, also lass es uns hier abbrechen. Ich wünsche allerseits eine Gute Nacht!

Comment from highflyer74 on 17 May 2020 at 16:08

Zur Info: Dieser Account wurde aufgrund von Vandalismus geblockt. Außerdem handelt es sich um einen Sockenpuppen-Account eines anderen Users, der ebenfalls aus dem gleichen Grund geblockt wurde.

Ansonsten finde ich lyx’s Anregung lobenswert und @uli0815: bitte einmal ausgiebig drüber nachdenken…

Comment from uli0815 on 17 May 2020 at 22:16

Ich habe das Gefühl Sie haben die Information nicht richtig verarbeiten können. Das tut mir leid. Vermutlich habe ich mich unklar ausgerückt. Das bitte ich zu entschuldigen. Ich leiste seit vielen Jahren wertvolle Arbeit im Naturschutz und pflege über 400 alte Obstbäume. Alte Streuobstwiesen sind besonders wertvoll da es keine andere Landschaftsform in Mitteleuropa gibt auf der so viele Pflanzen und Tiere anzutreffen sind. Wenn hier durch unqualifizierte Dritte auf diesen Obstwiesen Wege eingezeichnet werden wo noch nie welche waren und auch aktuell nicht vorhanden sind…werden Menschen angeleitet dieses Naturschutzgebiet zu betreten. Auch wenn dies als privat gekennzeichnet gibt es Menschen die das nicht interessiert. Somit wird für mich ganz klar zur Zerstörung von wertvollen Naturschutzgebieten angeleitet. Ich finde das schockierend und bin einfach unglaublich wütend über solche Rücksichtslosigkeit. Aber die Löschung dieser Wege ist Vandalismus? Helfen Sie mir diese Zerstörung der Natur zu stoppen. Es handelt sich hier tatsächlich um reale Zerstörung im Landschafts- und Naturschutzgebiet. Diese Plattform leitet hierzu an. Das ist Vandalismus.

Comment from lyx on 17 May 2020 at 23:26

Hallo Uli, ich finde es gut, dass Du dich für Natur- und Landschaftsschutz und den Erhalt von Streuobstwiesen einsetzt. Du drückst dich allerdings in der Tat unklar und widersprüchlich aus: Du schreibst dass es in dem strittigen Gebiet keine Wege gibt und noch nie gab, während Du eine halbe Stunde vorher von Reitwegen schreibst, die falsch als Wanderwege deklariert sind. Was ist es denn nun wirklich? Denn natürlich wollen wir in der Karte die Wirklichkeit abbilden, und wenn da ein Reitweg ist sollte er auch als solcher in der Karte stehen. Zum Thema “Wege die es gibt”: Ein Weg ist für OSM etwas, was regelmässig begangen oder befahren wird und für den “gewöhnlichen Menschen” wie ein Weg aussieht. Ich vermute jetzt einfach mal, dass es in deinem Gebiet solche “Trampelpfade” gibt und es dir um solche geht. In so einem Fall ist OpenStreetMap ehrlich gesagt ein kleineres Problem: Auch wenn ich das gerne anders hätte kennt und benutzt nämlich nur eine kleine Minderheit OpenStreetMap. Wenn jetzt aber Wanderer und Spaziergänger in einer Gegend unterwegs sind die ihnen gefällt und auf etwas stossen was wie ein Weg aussieht, dann werden die das auch für einen Weg halten und benutzen, Karte hin oder her. Was Dir also wirklich helfen würde wäre also zum einen eine klare Beschilderung, die besagt dass das Betreten des Geländes verboten ist, oder eine Entfernung des “Weges”, z.B. indem man am Anfang der Strecke eine Hecke quer darüber pflanzt. Falls es für das Naturschutzgebiet ein amtliches Betretungsverbot gibt, kann man das natürlich auch in OSM kartieren; entweder liefert die Schutzgebietsverordnung eine Karte mit die man dann als Grundlage verwenden darf, wenn sie Teil der Verordnung ist (wenn nicht, gibt es in der Regel Probleme mit dem Urheberrecht), oder es muss halt mal jemand drum herum laufen und das Gebiet anhand der amtlichen Beschilderung abgrenzen. Das Entfernen der Wege aus OSM würde dagegen leider nicht viel helfen: Es gibt in OSM keine “Zentralstelle” oder so, sondern die derzeit mehr als eine Million Freiwilligen aus aller Welt arbeiten jeder für sich an der Verbesserung der Daten. Wären die Wege nicht in OSM, würde garantiert früher oder später jemand vorbeikommen der diese Diskussion nicht mitbekommen hat, sehen dass da ein Weg ist der in der Karte fehlt und danach ist er wieder drin. Die maximale “Schutzwirkung” in OSM erreichst Du also tatsächlich dadurch, dass die vor Ort sichtbaren Wege eingezeichnet und als “Benutzung verboten” eingetragen sind (wenn die Benutzung denn tatsächlich verboten ist). Besseren Schutz vor Betretung erreichst Du aber sicher nur durch Beschilderung vor Ort und Entfernen der Wege im Gelände statt nur auf der Karte.

Ich wünsche allerseits eine Gute Nacht!

Comment from uli0815 on 18 May 2020 at 21:27

Sorry…was ist das für eine Aussage “…indem man eine Hecke quer pflanzt..” Ein falsch eingezeichneter Weg wird gelöscht. Wo liegt Ihr Problem? Wenn man es schafft Löschungen zu kontrollieren, kann man auch das Anlegen von Wegen überprüfen. Beschilderung besteht im gesamten Landschafts- und Naturschutzgebiet. Sollen wir noch Leitplanken aufstellen, damit die Leute auf den regulären Wanderwegen bleiben? Das was hier mit der falschen Einzeichnung von öffentlichen Fuss- und Radwegen in einem Landschafts- und Naturschutzgebiet erfolgt, erfüllt den Straftatbestand nach §71 Bundesnaturschutzgesetz. Wer dagegen verstößt wird strafrechtlich verfolgt. Fachkundige Stellen und Behörden werden hier nun weiter prüfen und hoffentlich geeignete Maßnahmen ergreifen.

Comment from MKnight on 18 May 2020 at 21:54

Das was hier mit der falschen Einzeichnung von öffentlichen Fuss- und Radwegen in einem Landschafts- und Naturschutzgebiet erfolgt, erfüllt den Straftatbestand nach §71 Bundesnaturschutzgesetz.

Lern lesen!

Comment from lyx on 18 May 2020 at 22:36

Hallo Uli0815, ich habe versucht Dir zu erklären warum das simple Löschen der Wege aus OSM erstens nicht funktionieren wird und zweitens exakt gar nichts daran ändern wird dass Leute auf verbotenen Wegen laufen. Und als nicht Ortskundiger habe ich skizziert was meiner bescheidenen Meinung nach wahrscheinlich wirklich helfen würde. Aber wie es scheint, ist Dir der Schutz der Natur an dieser Stelle weniger wichtig als “Recht haben”. Das macht weitere Diskussion leider völlig sinnlos und ich werde sie hiermit beenden. Gute Nacht allerseits.

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