OpenStreetMap

Diary Entries in German

Recent diary entries

Was ich heute gemacht habe(今日やったこと)

Posted by ycmj17vernon on 20 October 2016 in German (Deutsch)

Ich hab OSM uber letzte Woche erstemal benutzt. 先々週初めてOSMを始めました。

Bis heute was ich gelernt habe.今日までに学んだこと

 Wie ein Gebäude zeichnen muss どうやって建物を描くか *Wie Markdown benutzen kann Markdownの使い方  Wie Tasking Maneger benutzen kann Tasking Managerの使い方  *Wie die Arbeit Prufen kann 作業確認のしかた

Was ich Falsch gemacht habe 何を間違えたか

 *Position 位置 *rechter Winkel 直角

Das Werk war nicht so schwer als ich gedacht habe. Aber ist ganz schwer zu selbst konzentieren.

Ich bin keine Deutscherin sondern es gibt viele grammatik falsch. Wenn mann falsch gefunden hat , schreib mir einfach!

"Lehnkering GmbH" wurde von "IMPERIAL " Übernommen.

Posted by aXp-HH on 16 October 2016 in German (Deutsch)

Es ist Amtlich "Umfirmierung - (Rechnungsanschrift)" ab 01.04.2016

Bei uns in der Firma ehemals "Lehnkering GmbH" ist seit 01.04.2016 "IMPERIAL Chemical International" unterstellt, in Altenwerder lautet nun die Amtlich Bezeichnung "IMPERIAL Chemical Logistics GmbH" Altenwerder Hauptstr. 21, 21129 Hamburg, Germany

mfg Andy P.

Location: Container Terminal Altenwerder, Altenwerder, Harburg, Hamburg, 21129, Deutschland

offiziellen Namer "Unbenanntes Gerinne ..."

Posted by osmalpe on 5 October 2016 in German (Deutsch)

Hallo! Wie ist mit offiziellen Namen wie zB "Unbenanntes Gerinne [March (Nebeng.) [bei Rabensburg] II]" umzugehen? Ich habe es vorerst unter Notiz vermerkt. Wäre es korrekt bzw sinnvoll den Begriff unter Namen zu speichern? Danke, Alex

Fußballgolf

Posted by Wuzzy on 1 October 2016 in German (Deutsch)

Ich hab ja in meinem ersten Post geschrieben, dass ich mich als Kartierer für ungwöhnliche Orte interessiere. Und neulich habe ich einen seltenen Ort entdeckt: Eine Fußballgolfanlage!

Fußballgolf ist lustig! Es ist änhlich zu Golf, doch statt mit Golfball und Schläger spielt man mit Fußball und Fuß. spielt man mit Fußball und Fuß. Wie bei Golf gibt es mehrere Bahnen, in jeder Bahn einen Startpunkt und ein Loch. Den Ball muss man mit so wenigen Tritten wie möglich ins Loch befördern. Der Spieler mit den wenigsten Tritten gewinnt.

Eine dieser Fußballgolfanlagen kann man in der Datenbank als Linie 107693223 bestaunen (habe ich eingetragen). Es wird zur Zeit auf der Standardebene nicht gerendert, aber das ist schon OK. Wichtig ist, dass die Daten stimmen.

Fußballgolf zeichnet sich auch dadurch aus, dass die Anlagen deutlich kleiner sind als bei Golf, aber größer als beim Minigolf. Die Bahnlänge beträgt so zwischen 50m-250m.

Fußballgolf scheint in der Welt noch sehr jung zu sein und weltweit gibt es vielleicht nur ein paar hundert Anlagen. Also ganz schön exotisch! :-)

Lustigerweise gibt es sogar Fußballgolfverbände, in Deutschland gibt es den Deutschen Fußballgolf Verband (sic!) und sie veranstalten sogar Turniere. Was es nicht alles gibt! xD

Da es noch kein einheitliches Taggingschema für die Fußballgolfanlagen selbst gibt und auch keine Wikiseite existierte, hab ich mir spontan was ganz einfaches ausgedacht:

leisure=soccer_golf

Das ist in Anlehnung an leisure=golf_course und leisure=miniature_golf.

Ich war auch so frei, ein paar Anlagen in der Datenbank auf dieses Schema umzuschreiben (es war etwas chaotisch), aber natürlich nur dann, wenn ich mir auch sicher war, dass es tatsächlich eine Fußballgolfanlage ist (nix automatisch und so). Ich will ja nix kaputt machen! :-)

Legende für die Standardebene

Posted by Wuzzy on 1 October 2016 in German (Deutsch)

Seit vielen Jahren hat www.openstreetmap.org eine ziemlich schlichte Legende in der Seitenleiste (für die Ebene »Standard«).

Ich bin es von ausgedruckten Karten ja gewöhnt, dass es eine (möglichst) vollständige Legende von allen Karten gibt. Doch hier scheitert die Hauptwebseite von OSM. Die Legende hat leider nur die allerwichtigsten Straßen, dann noch ein paar Flächenfarben und nur drei (!) Symbole. Gerade das Fehlen der meisten Symbole ärgert mich am Meisten.

Leider ist diese Legende auch teilweise veraltet oder fehlerhaft, weil z.B. die Flächenfarben nicht stimmen. Schraffuren fehlen total.

Daher will ich Abhilfe schaffen. Auf https://wiki.openstreetmap.org/wiki/Standard_tile_layer/Key habe ich eine (englischsprachige) Seite angelegt, auf der die ganzen Symbole, Linien und Flächenfarben im Detail erklärt werden. Sie ist schon ganz schön lang geworden und ich mir ist klar geworden, wie komplex die Standardebene mittlerweile schon geworden ist. Aber ich hoffe doch, diese Seite ist jetzt schon hilfreich.

Die Wikiseite ist alles andere als vollständig, und es ist schwer, überhaupt mit den ganzen Updates hinterherzukommen. :D Natürlich bist du (ja, du!) willkommen, die Seite zu verbessern, falls du dir wirklich so viel Arbeit machen willst.

Ich habe vorgeschlagen, diese Wikiseite auf der Homepage zu verlinken, damit sie nicht nutzlos und ungelesen im Wiki vergammelt. Langfristig wäre es aber vielleicht besser, die Legende automatisch zu erzeugen, was ich auch vorgeschlagen habe.

Was denkst du dazu? Du kannst ja gerne deinen Senf dazu in Issue 1307 geben. :-) Und wenn es erstmal auch nur gelingt, die Wikiseite zu verlinken, wäre das schon ein Gewinn. :-)

Mein erster Blogeintrag

Posted by Wuzzy on 1 October 2016 in German (Deutsch)

Hallo du da! Freut mich, dass du dich auf meinem Blog verirrt hast.

Das ist mein erster Blogeintrag auf www.openstreetmap.org und gleichzeitig mein erster Blogeintrag meines Lebens.

Ich stelle mich erstmal vor: Ich bin jetzt schon seit vielen Jahren aktiv auf OSM und kartiere so dies und das. Hauptsächlich Orte, bei denen ich persönlich war. Ich spreche Deutsch und Englisch. Ich habe mich OSM angeschlossen, weil ich davon überzeugt bin, dass die Welt gute Open-Data-Weltkarten braucht. Meiner Meinung nach sollten Kartendaten grundsätzlich uneingeschränkt nutzbar sein, aber leider zieht uns das Urheberrecht bzw. Copyright immer noch einen Strich durch die Rechnung. :-(

Ich bin froh, dass es OSM in meiner Gegend schon so weit geschafft hat und dass es so viele Menschen gibt, die alle gemeinsam an einem Strang ziehen. Das Internet ermöglicht uns Menschen Dinge, die vorher undenkbar gewesen wären, und für all die bereits geleistete Arbeit danke ich der OSM-Gemeinschaft. :-)

Im OSM-Wiki habe ich auch so einiges schon geschrieben. Hauptsächlich nur Aufräumarbeiten. Meine größte Seite bisher ist der Versuch, eine etwas ausführlichere Legende für die Standardkarte zu machen (auf Englisch): https://wiki.openstreetmap.org/wiki/Standard_tile_layer/Key

Warum ich erst jetzt in diesem Blog hier schreibe? Hmm, keine Ahnung, wohl zu faul oder so oder ich wusste nicht, was ich schreiben soll.

Für das Mapping bin ich etwas an exotischen, seltenen, und evtl. schwer zu kartierenden Dingen oder Orten interessiert. Ein Beispiel dafür sind öffentliche Bücherschränke (siehe die großartige Wikiseite hier: https://wiki.openstreetmap.org/wiki/Tag:amenity%3Dpublic_bookcase). Noch besser, wenn ich was finde, was noch nicht mal ein einheitliches Tagging-Schema für etwas gibt, dann könnte ich nämlich Pionierarbeit leisten. :-)

Diesen Blog werde ich (vermutlich) für folgende Themen nutzen:

  • Interessantes oder lustiges aus meinem Mappingaltag
  • Exotische Dinge oder ungewöhnliche Orte
  • OSM-Karten auf aufgestellten Schildern (ich bin froh über jeden neuen OSM-Nutzer)
  • Meinungen zum Thema OSM
  • Was ich sonst so zum Thema OSM treibe

Multipylogone sind der Tod von OSM

Posted by WegefanHB on 29 September 2016 in German (Deutsch)

Mancher User meint, er müsse ein möglichst großes Gebiet abdecken. Dabe quält er sich oft mit einem schmalen Spalt zur nächsten passenden Fläche. Korrekturen und Ergänzungen werden dann für ein unübersichtliches Gebiet angezeigt. Schnell sind wir bei der hundertsten Änderung angelangt. Das System ist überfordert, die Historie anzuzeigen. Bitte mappt statt dessen lieber jeden Kartoffelacker einzeln für sich. Wenn dann den nächsten Jahren dort Rüben und danach Roggen angebaut werden, wird dies kaum schnell genug verändert, immerhin es wäre dann machbar. Noch schlimmer ist es bei den Multipylogonen und Mega-Multipylogonen; ganze Landstriche werden durch diese Versiegelung von der Aktualisierung ausgeschlossen. Wenn Inseln nötig sind, ja bitte; aber dann so klein wie eben möglich. Eine offene Datenbank muss offen bleiben!

Wozu ein Schreibfehler (alles) nützlich sein kann ...

Posted by Harald Hartmann on 18 September 2016 in German (Deutsch)

Zurück aus'm Urlaub, schaue ich mir so die Hinweise in meiner näheren Umgebung an, und da fiel mir dieser auf: Tossenthal ... laut OSM Daten ein place=village mit name=Trossenthal.

Also habe ich zuerst einmal Google nach Trossenthal durchsucht (Google sei Dank, schlägt es doch gleich Tossenthal als richtige Alternative vor)... wow, eine ganz schön lange Liste von Anbietern, die anscheinend OSM Daten verwenden, hier eine kleine Liste:

Und zu meiner Überraschung haben die alle (stichpunktartig geprüft) die Lizenz mehr oder weniger korrekt/prominent hinterlegt.

PS: Die weitere Recherche über den korrekten Ortsnamen (Katasteramt, Geoportal Thüringen, etc.) haben mich natürlich auch auf die Gemeindeseite von https://www.sachsenbrunn.de geführt. und sogar dort hat sich zumindest in der Überschrift ein Schreibfehler eingeschlichen: Tossental ... natürlich habe ich gleich entsprechenden Kontakt zur Korrektur aufgenommen :)

Location: Mausendorf, Schalkau, Landkreis Sonneberg, Thüringen, Deutschland, Europa

Mentz-Abfälle

Posted by MKnight on 14 September 2016 in German (Deutsch)

Ein recht nerviger Nebeneffekt der glorreichen Mentz-Fehler ist der, dass ich in Bahnhöfen keine Fehler mehr korrigiere.

Das fühlt sich irgendwie komisch an. Statt, dass man[1] sich um Blocks und Bans kümmert, macht man einen grossen Bogen.

[1] Ich vermute, dass ich da nicht der Einzige bin, der aufgrund des massiven Arbeitsaufwands und der Nullkommunikation[2] bei Mentz, bei einer Korrektur resigniert und den Müll in der DB belässt.

Und nun?

[2] Ich hab mal bei nem Problem in deren Wiki geschrieben, die einzige Reaktion kam von einem Nicht-Mentz-Mitmapper, dass ich mir (sinngemäss) über meinen Tonfall Gedanken machen sollte. Es gibt recht viele kleine oder grössere oder auch ganz grosse Probleme bei OSM; aber keins, dass mich wirklich richtig ankotzt. Mentz kotzt mich richtig an.

Die "Profis" haben den Validator voll mit Errors und Warnungen und was passiert? Die kippen das ab. Irgendein Trottel wirds richten oder nicht.

Nideggen Tour (Kreis DÜREN)

Posted by pirat79 on 14 September 2016 in German (Deutsch)

Wer kann Mir eine coole Mtb tour in Nideggen empfehlen?

OSM Awards 2016 – Entscheidungshilfe

Posted by Nakaner on 13 September 2016 in German (Deutsch)

EDIT: Die englische Version dieses Blogeintrags ist jetzt auch online.

Wie stimmt man ab?

Man ruft awards.osmz.ru auf und wird meistens erst auf die OSM-Loginseite umgeleitet. Die Abstimmungsplattform wurde vom OSMF-Vorstandsmitglied Ilya Zverv (Zverik) geschrieben und ist auf seinem Server gehostet, daher nicht unter einer "offiziellen" openstreetmap.org-Subdomain. Durch den Login wird sichergestellt, dass jedes OSM-Benutzerkonto nur einmal abstimmt.

Die einzelnen Kategorien

Es gibt sechs Kategorien, die ich im folgenden erklären möchte.

Core Systems Award

Ungefähre deutsche Übersetzung: Preis für zentrale Dienste

Nominiert sind:

  • Grant Slater und Tom Hughes, welche Teil der Operations Working Group der OSMF sind und die zentralen Server des Projekts, die OSMF-eigenen Tileserver (tiles.openstreetmap.org) und diverse von der OSMF betriebene Dienste wie das Wiki, die Mailinglisten, OSM Help aber nicht das Forum, betreiben. Wie ihr vielleicht gemerkt habt, leisten die beiden eine hervorragende Arbeit. Wann war der letzte, nicht geplante Ausfall, den sie zu verantworten hatten? Ich weiß es nicht. Sie tun das freiwillig!
  • Roland Olbricht hat die Overpass-API entworfen, entwickelt und ist ihr Betreuer (relevante Codebeiträge sind in neuerer Zeit auch von Dritten). Er ist zuständig für die deutsche Instanz der Overpass-API (overpass-api.de), welche vom FOSSGIS e.V. gesponsert wird.
  • Bryan Housel ist der Hauptentwickler des Onlineeditors iD. Als JOSM-Liebhaber und iD-Kritiker fällte es mir schwer, gute Worte für seine Arbeit zu finden. Wenn ich ihn nicht leiden kann, dann wegen einer gewissen Schwerhörigkeit in Taggingfragen.
  • Mateusz Konieczny ist ein Hauptbeitragender des Kartenstils OSM Carto, welcher auf www.openstreetmap.org prominent eingesetzt wird und von Dritten oft mit dem OSM-Projekt gleichgesetzt wird. Mateusz hat im Rahmen des Google Summer of Code 2015 die neuen, augenfreundlicheren Straßenfarben umgesetzt. Danke!
  • Sarah Hoffman ist die Hauptentwicklerin von Nominatim, dem einzigen Community-Geocoder auf OSM-Basis. (Es gibt noch weitere freie Geocoder, aber hinter diesen stecken Unternehmen) Sie ist wegen des Betriebs von nominatim.openstreetmap.org auch Mitglied der Operations Working Group. Ich bewundere ihren Kampf gegen die Windmühlen – Leute, die Nominatim missbrauchen und große Massen an Datensätzen zu geocodieren (Adressen in Koordinaten umwandeln).

Mir persönlich fällt die Auswahl hier schwer. Jeder hätte meine Stimme verdient, ich präferiere in dieser Kategorie Grant Slater und Tom Hughes, Roland Olbricht und Sarah Hoffmann.

Innovation Award

Deutsche Übersetzung: Innovationspreis

In dieser Kategorie stehen die Entwickler/Erfinder innovativer Werkzeuge zur Auswahl.

  • Yohan Boniface hat uMap begründet, das freie, OSM-basierte Äquivalent zu Google MyMaps
  • Das MapSwipe-Team wurde für die Entwicklung der App MapSwipe nominiert. Mit dieser App können Nicht-Mapper Luftbilder sichten und markieren, ob es dort mappenswerte Objekte gibt.
  • Das US-Amerikanische Rote Kreuz wurde für die Entwicklung von Portable OpenStreetMap vorgeschlagen. Mit dieser Software kann man vor Ort (in abgelegenen Regionen) mappen und anschließend die Daten nach Ende der Expedition in OSM hochladen. Konflikte löst POSM nicht auf. Es ist also für Leute, die gemeinsam auf eine Mappingexpedition gehen wollen.
  • Martijn van Exel wurde für seine Arbeit an MapRoulette vorgeschlagen. Dieses Qualitätssicherungswerkzeug wählt für den Benutzer einen Fehler aus vielen zufällig aus und lässt ihn von seinem menschlichen Benutzer lösen. Es ist bekannt für die Aufräumarbeiten nach dem TIGER-Import.
  • Manuel Roth und Lukas Martinelli haben OSM2Vectortiles entwickelt, das Vektortiles im Mapbox-Format zum Download anbietet. Sie haben die Prozesse, mit denen Mapbox diese Vektortiles prozessiert, transparent gemacht. Sie sind wohl so erfolgreich, dass Mapbox sie als Konkurrenten sieht und ein Mapbox-Anwalt freundlich (!) auf sie zuging.

In der Ankündigung der OSM Awards schrieb Ilya Zverv, dass in allen Kategorien mit Ausnahme des Ulf-Möller-Gedächtnispreises nur Projekt/Personen vorgeschlagen werden dürfen, die nach dem 1. August 2015 veröffentlicht wurden. Wendet man diese Regel auf diese Kategorie an, fallen Yohan Boniface und Martijn van Exel heraus. Ihre Innovationen sind älter.

Es verbleiben also OSM2Vectortiles und MapSwipe. MapSwipe ist zwar innovativ, nützt aber weniger OSM, sondern macht nur HOT effizienter. Bei OSM2Vectortiles kann man gewisse Parallelen zum Download-Server der Geofabrik erkennen – beide machen OSM leichter für Entwickler zugänglich, dafür ist aber der Nutzen für die Allgemeinheit in meinen Augen größer.

Influential Writing Award

Den Titel kann man je nach Lust und Laune vielfälig übersetzen, hier mal eine Auswahl: Preis für einflussreiches Schreiben, OSM-Bloggerpreis, OSM-Propagandapreis

In dieser Kategorie sind mehrere Mapper für ihre Benutzer-Blogs vorgeschlagen worden:

  • Edil Queiroz De Araujo
  • Joost Schouppe
  • Harry Wood

Zudem finden sich in dieser Kategorie Nick Allen (Tallguy) für seine Arbeit an LearnOSM und das Team der WeeklyOSM, was die Wochennotiz inkludiert.

Als Mitglied des Wochennotizteams kann ich jedoch sagen, dass die Arbeit an der WeeklyOSM/Wochennotiz deutlich mehr Zeit verschlingt als ein Blog, eine zentralere Bedeutung und eine größere Reichweite, auch über die Grenzen der OSM-Community hinaus, hat, habe ich, ohne zu zögern, meine Stimme mir selbst gegeben.

Greatness in Mapping Award

In dieser Kategorie geht es um herausragende Mappingleistungen. Zur Wahl stehen

  • ein Gruppe HOT-Mapper (Ramani-Huria-Team)
  • Nelson A. de Oliveira (naoliv), der um Qualitätssicherung in Brasilien bemüht ist,
  • UK Quarterly Mapping Team, das die Quartalsaufgaben (britisches Äquivalent zu unseren Wochenaufgaben) organisiert
  • Martin Ždila, der laut Kurzbeschreibung 1.4% aller weltweiten Wanderrouten in OSM abgelaufen ist (und 38% aller slowakischen) – irgendwie kann ich es nicht glauben, aber es wird hoffenlich warh sein
  • OSM Los Angeles Building Import Team

In dieser Kategorie weiß ich sehr schnell, wer sicher nicht meine Stimme bekommt – weder geht sie an das Ramani-Huria-Team noch an den Gebäudeimport in Los Angeles. Für das Ramani-Huria-Team habe ich bislang keine Gründe gefunden, warum ich diesem meine Stimme geben solle. Einzig und allein der Twitter-Account der SotM macht Werbung für diesen Kandidaten (was er nicht tun sollte). Auch Importe sollten keine Preise bekommen, „keine Schelte“ ist genügend Lob für einen Import. Der Gebäudeimport ist zudem noch recht frisch; einen Import sollte man erst nach ein paar Jahren loben. Übrig bleiben Martin Ždila, dessen Namen ich hier erstmals lese (was es mir schwer macht, ihm meine Stimme zu geben), die britischen Quartalsaufgaben und Nelson A. de Oliveira. Zwischen den letzten beiden fällt mir die Entscheidung schwer.

Expanding the Community Award

Der Preis in dieser Kategorie soll an Leute gehen, die sich für das Anwerben neuer Mapper engagiert haben.

  • Pascal Neis – für seine Werkzeuge
  • Ahasanul Hoque und Tasauf A Baki Billah
  • Courtney Clark
  • Kathmandu Living Labs – Mappercommunity aus Nepal, die auch schon vor dem Erdbeben aktiv war
  • Pete Masters

Von den genannten Namen habe ich bislang nur Pascal Neis und die Kathmandu Living Labs gehört. Pascals Werkzeuge schätze ich sehr, die Kathmandu Livings Labs konkurrieren ernsthaft bei mir um meine Stimme in dieser Kategorie. Die anderen drei kommen für mich nicht in Frage. Bei Ahasanul Hoque and Tasauf A Baki Billah ist der Text viel zu lang und ich kann mangels eigener Kenntnisse nicht bewerten, ob die "Leadership" der beiden nicht wirklich eine "Community_führung_" ist, etwas was eigentlich nicht zu den Grundsätzen von OSM passt.

Ulf Möller Memorial Award

Dieser Preis soll an den im Januar 2012 ermordeten Ulf Möller erinnern, der u.a. Mapper, Entwickler und OSMF-Vorstandsmitglied war. Die Idee zum Preis kam kurz nach seinem Tod auf, seither verlief sie im Sande. Die Beschreibung lautet:

The Ulf Möller Memorial Award will recognize an individual each year who improves OpenStreetMap through good mapping, benefit to the community and other improvements to the OpenStreetMap project.

Der Ulf-Möller-Gedächtnispreis wird jedes Jahr an eine Einzelperson vergeben, welche OSM durch gutes Mapping, gute Arbeit für die Community oder andere Verbesserungen für das OpenStreetMap-Projekt verdient gemacht hat.

In dieser Kategorie stehen zur Wahl:

  • Kate Chapman für die Mitbegründung von HOT und dafür, dass sie Entwicklungsländer mit OSM/HOT bekehrt
  • Harry Wood, für gutes Mapping, die Organisation eines Stammtisches und sein Engagement bei HOT
  • Frederik Ramm für seine Bemühungen um die Transparenz der OSMF, seine aufklärenden Antworten auf Mailinglisten, die zum Verständnis des OSM-Projekts beitragen und für seine zahlreichen Skripte
  • Nick Allen (Tallguy) – steht auch in der Kategorie Influential Writing Award zur Wahl
  • Richard Fairhurst als "Stimme der Vernunft" und Entwickler von Potlatch 1 und 2

Da ich LearnOSM sehr kritisch sehe (einseitig auf humanitäres Mapping fixiert, der Name ist dem Projekt nicht angemessen), fällt Nick Allen raus. Da „bringing OSM to a significant portion of the developing world“ in meinen Augen Kolonialismus ist, bleiben nur noch Frederik und Richard übrig. Auch wenn man JOSM liebt und die Webeditoren nicht mag, sollte man sich vor Augen halten, dass iD und Potlatch für viele Neulinge der erste Kontakt mit OSM sind und gerade Potlatch der deutschsprachigen Community beim Erstarken der Community in den Jahren 2007 bis 2010 viel geholfen hat. Für Frederik spricht sein unermüdlicher Einsatz für saubere Daten – ich bewundere ihn, wie viel Zeit er in die DWG-Arbeit steckt, um den Dreck anderer Leute aufzuräumen oder unvernünftige Streithähne zur Vernunft zu bringen.

Kritik an den OSM Awards

Mir persönlich missfällt, dass bei den OSM Awards das Mehrheitswahlrecht zur Anwendung kommt. Wer viele Anhänger mobilisieren kann, kann in einer Kategorie gewinnen, auch wenn der Kandidaten von allen anderen mit aller Schärfe abgelehnt wird.

Auch die Auswahl der Kandidaten erscheint mir persönlich in manchen Kategorien arg einseitig. Wo bitteschön ist die Legitimation von "einzelnen Mitgliedern der SotM Working Group der OSMF, der Communications Working Group der OSMF und des OSMF-Vorstands" sein? Wenn man die OSM Awards wirklich transparent und neutral machen will, wäre eine System bestehend aus Vorschlagsphase und zwei Wahlgängen (zweiter Wahlgang mit maximal fünf Kandidaten pro Kategorie) deutlich besser. Auch die Kurzbeschreibungen könnten etwas länger sein (aber maximal 80 Wörter – sonst muss man zu viel lesen).

Leider können wir daran jetzt nichts mehr ändern und sollten das Beste aus der Sache machen. Das heißt, GEHT WÄHLEN! Wenn ihr abstimmt, beeinflusst ihr das Ergebnis. Es kann nicht im Sinne der deutschen Community und des Grundgedanken des OSM-Projekts sein, wenn Sesselmapping (HOT) und Importe alle Preise abräumen. Der Preis hat Außenwirkung.

OSM go Earth - Fragen

Posted by -karlos- on 29 August 2016 in German (Deutsch)

Es gibt auch diese Woche etwa zu berichten ;-) Es geht voran, zu langsam und doch zu schnell: Zu schnell geht es, weil meine Begeisterung mein Restleben und den Nachtschlaf beeinträchtigt. Zu langsam weil das Testen mit Javascript eine Qual ist per „Console.Log“, am Smartphone gar nur „alert“. Gibt es ein gutes Framework mit Beakpoints?

OSMgo Greenwich

Was hat sich getan: Erst muss ich mal erwähnen, dass ich schon lange mit einem Freund zusammen 3D-Javascript bastle. Martin hat mir mal eben den Download mit AJAX und das Scannen des OSM-JSON gebastelt. Da konnte ich dann meine „new Node“ usw. eingehängt – schon wurde, statt ein paar Test-Daten, ein echter Ausschnitt aus OSM sichtbar, siehe Bild-Kommentar zum letzten Post. Es waren erst mal nur Highways und Buildings. Für die Tag-Auswertung war ein Konzept notwendig; jetzt gehen schon einige Tags mehr (leisure, waterway, landuse) aber immer noch rudimentär. Die „higway“s verschieden breit, Farben später. Bei „power“ war es erst mal Spaß, an jeder Node einen kleinen Mast auf zu stellen und diese dann mit Leitungen zu verbinden. Das auch „building“s zusätzlich „power“ haben können zeigt, dass die Main-Typen eine Priorität haben: Wenn das Tag „building“ da ist, ist „power“ ein Sub-Typ bzw. Detail-Info zum Gebäude. Gibt es eine Beschreibung der Logik des Renderns, als Text oder Pseudo-Code?

Lustig war auch, dass mein Code gleich den Fehler Tag-Array-Länge-Null geschmissen hat. Da ist tatsächlich ein recht lange Way ohne Tags in meiner Nachbarschaft. Darf ID das? Kein Felhler: die Tags sind an der Relation zu der der Way gehört: Ein Wasserschutzgebiet.

Meine 3D-Darstellung ist eher plakativ als realistisch, um die Flächen-Typen zu verdeutlichen. Es gibt Kartenstiele, die Farben etc. festlegen. Eine habe ich gefunden. Wäre es gut, wenn ich die einlese und alles „genauso“ darstelle? Gibt es fertigen Code, um diese Dateien ein zu lesen?

Demnächst will ich mir bei OSM2WORLD (und Cartagen) ansehen, wie die das machen, um so zwischendurch auch den Renderer zu verbessern. Von OSM2WORLD habe ich einen YouTube-Vortrag gesehen, sympathischer Knabe :-)

Auch GPS ist inzwischen angezapft; so wird schön die eigene Umgebung als dargestellter Abschnitt ausgewählt. Noch sind die Lauf- und Zykluszeiten harmlos. GPS und Overpass-Abfrage dauern da länger. Zum Testen ist es oft besser, GPS und AJAX durch Dummies zu ersetzen, läuft schneller und erzeugt keinen Stress für Overpass, das nicht immer schnell läuft. Es ist ja auch nicht als „Arbeits-Server“ gedacht. Für das Gaming/3D-Surfing wird irgendwann eine eigene Server-Instanz notwendig sein. Ob Overpass der richtige Vektor-Tile Server ist? Gibt es bessere? Von OSM selbst?

Wie bei 2D-Karten üblich kann man auch hier beim 3D-Rendern zusätzliche Infos als „Layer“ einbauen, als Erstes „Keep Right“. "kort.ch“ macht das ja auch (in 2D). Bei kort kann ich das API und den ganzen Ablauf erkunden, sogar in Javascript! Welche Layer sind noch gut? Wikipedia, GeoCashing, OpenStreetView, welche Wünsche habt ihr?

Eine Gamification ist (fast) auch nur ein Layer. An einem Samstag habe ich ein simples Game eingebaut: Um die GPS-Position, an der der „Spielers“ OSM go startet, schwebt über jeder Node eine Kugel. Kommt man näher als 15m wechselt sie die Farbe, schwebt hoch und verschwindet. Und man bekommt 100 Punkte :-) Dazu reichen 65 Zeilen Code; natürlich alles roh und ohne Luxus. Ich habe aber mal zwei Level-Intros erdacht:

  • Du bist Packman! Schnapp dir all gelben Punkte um zum nächsten Level zu kommen.
  • Das Reich der Feen kannst du nicht sehen. Die Kamera deines Smartphones sieht mehr! Deine Fee hat goldene Kugeln für dich verteilt. Geh hinaus und suche sie alle, dann wird die Fee sich bei dir melden. Gehe nicht auf die Straße! Die Kugeln spüren dich und kommen zu dir.

OSM go Packman

Hier kann es jeder ausprobieren: (www.ac1000.de/osm)

Ich suche Pilot-Tester! Wer macht mit?

Ich habe nur mit iPhone Notebook getestet! Was geht bei Android? Es sind noch einige Render-Fehler enthalten, da geht’s hin wenn die Control geht.

  • Beim Smartphone sollte sich beim Drehen die Umgebung 1:1 grob wieder finden (plus Kugeln über den Nodes). Und beim Laufen sollten sich OSM-Darstellung und Realität synchron verschieben, soweit GPS genau ist. Auf zum Punkte sammeln!
  • Am Notebook kann man mit der 1. Maustaste drehen, mit der 2. Sliden und mit dem Rad zoomen.

Und wenn garnichts geht, neben den Bildern gibt es hier auch ein kleines live Video.

Mit GPS, JSON und "Packman" ist das „proof of concept“ eigentlich getan, jetzt müssen die vielen Feinheiten dazu, damit es sich ein Programm/Spiel nennen darf. Und die Grobheiten: Bedien-Funktionalität, Level usw. Zunächst bin ich dabei aus diversem Code einen eigenen Control basteln müssen. Bisher ist das Handling noch dürftig. Es soll ja mit Key, Maus und Touch genehm; am PC, Tablett und Smartphone; ohne und mit 3D-Brille; Bewegung frei oder per GPS; laufen, schweben, fliegen übergangslos hoch bis es in eine 2D-Ansicht über geht. Der Anwender soll selbst entscheiden, wie er Packman spielt oder Hausnummern sucht. Er soll auch einstellen können, bei welchem Zoom-Level was eingeblendet wird.

Eine 3rd-person ansieht wie bei Pokemon GO wird es natürlich auch geben. Aber keinen Körper-Editor sondern eine Symbol-Figur. OSM hat kein Plüsch-Maskottchen, oder? Eine Symbolfigur die jeder kennt, das für bewegen über die Erde steht. Ich denke da an einen lustigen Zugvogel. Andere Vorschläge?

OSMgo top

Bing contra Wirklichkeit

Posted by kreuzschnabel on 24 August 2016 in German (Deutsch)

Die Faszination des Bing-Luftbildes als Mapping-Quelle macht sich besonders dann bemerkbar, wenn man eine Gegend bearbeitet, die in der Vor-Bing-Ära gemappt wurde, meist nach einmaligem Abtracken per GPS, wo schnurgerade Straßen Schlangenlinien machen oder um 50 m versetzt sind. Man lächelt milde und stellt das alles „richtig“. Nach dem Bing-Luftbild, versteht sich, denn das hat ja recht.

Oder?

Auch 170 Jahre Fotografie und fast ebenso viele Jahre Fototricks haben uns offenbar noch nicht abgewöhnen können, das, was wir realitätsnah auf einem Bild sehen, als Wahrheit zu betrachten. Auch Bing verführt uns in dieser Weise. Dabei wäre Vorsicht angebracht. Schaun wir mal auf die B 54 nördlich Bad Schwalbach: Fehlerhafte Straßendarstellung

Wieso ist die Straße ein gerader Strich? Hat es sich hier nicht ein Mapper zu einfach gemacht? Auf dem Luftbild geht sie doch nach rechts. Komm, das müssen wir gleich mal korrigieren!

Ich kenne diesen Reflex. Aber in diesem Fall widerstehe ich ihm, denn ich kenne auch die Straße persönlich. Und die verläuft da genau so, wie sie gemappt ist – der Bogen nach Osten ist schlicht ein Fehler im Luftbild. Man könnte es anhand der relativ scharfen Knicke an den Enden schon ahnen, kein vernünftiger Mensch baut so was in eine Bundesstraße ein.

Tröstlicherweise ist auch die Vereinigung Hessischer GPX-Tracks mit überwältigender Mehrheit dieser Meinung: Gerade GPX-Tracks

Wie kommt es zu diesen Fehlern? Nun bin ich kein Fachmann im Geoingenieurwesen, aber ich reime es mir etwa so zusammen:

Nicht jeder Punkt des Luftbildes ist senkrecht von oben aufgenommen. Das geht ja gar nicht. Das Luftbild besteht aus vielen Einzelaufnahmen, und alle Punkte, die zufällig am Rand des Bildfeldes einer Einzelaufnahme lagen, wurden schräg fotografiert.

Aber das macht ja nichts – wenn da nicht das Gelände wäre.

Nimm zur Verdeutlichung mal an, rechts außen im Bild steht ein Aussichtsturm auf einem Berg. Dessen Turmspitze sollte einklich mittig über seiner Standfläche sein, von der Geoposition her, alles andere wäre für den Turm gar nicht gut. Ist sie aber nicht, weil der Turm schräg fotografiert wurde, er scheint auf dem Bild zu kippen, die Spitze ist weiter außen als die Grundfläche. Welcher Punkt des Turmes ist jetzt seine „richtige“ Position, wo setzt du den Node hin? Und jetzt kommt’s: Das gilt nicht nur für den Turm, sondern auch für den Berg, auf dem er steht. Auch der wurde schräg fotografiert und kippt deshalb nach außen (das fällt nur nicht so auf wie beim Turm).

Deshalb müssen Luftbilder aufwendig entzerrt werden: Man legt ein Höhenmodell des Geländes darüber, berechnet für ein Raster von Referenzpunkten den seitlichen Versatz, der sich aus Höhe und Aufnahmewinkel ergibt, und verbiegt das Bild entsprechend in die andere Richtung. Hoffentlich halbwegs zutreffend. Denn erstens kann dieses Referenzpunktraster nicht beliebig engmaschig werden, deshalb stimmt die Entzerrung immer nur im Mittel, und zweitens ist auch das Höhenmodell nicht metergenau und löst keine feinen Strukturen auf.

Wenn das klappt, steht das untere Ende unseres Turmes auf der richtigen Geoposition. Aber in einem engen Flusstal wie dem Aartal oben im Bild kann es da schnell passieren, dass entweder das Höhenmodell nicht genau genug ist oder die Referenzpunkte zufällig auf den Hängen statt im Talgrund liegen. Die Punkte dazwischen werden ausgemittelt, und schon haben wir den Salat – eine gerade Struktur wird ans Gelände angepasst. Weil die Software zufällig auf die Hänge korrigierte, nicht aufs Tal.

TL;DR: Auch Bing verkündet kein Evangelium. Die Luftbilder müssen entzerrt werden, um einigermaßen lagegenau zu sein, und diese Entzerrung hat ihre technischen Grenzen. Die genaueste Quelle ist immer noch Ortskenntnis und eine Vielzahl von GPS-Tracks, deren Messfehler sich ausmittelt.

STL;SDR: Bing ist keine Referenz, Bing ist ein Werkzeug.

--ks

Location: Erlenhof, Mappershain, Heidenrod, Rheingau-Taunus-Kreis, Regierungsbezirk Darmstadt, Hessen, Deutschland

Status der OpenTopoMap

Posted by derstefan on 22 August 2016 in German (Deutsch)

Die OpenTopoMap feiert am 03.09. seinen fünften Geburtstag! Als Versuch gegründet von zwei Studenten unterschiedlicher Fakultäten entwickelte sich die OTM zu einem Kartenprojekt, das mittlerweile nicht nur innerhalb der OSM-Community ein Begriff ist. Das heutige Kartenbild hat sich im Vergleich zum allerersten Testbild glücklicherweise weiterentwickelt: OTM 2012 Zum Vergleich: OpenTopoMap heute

Auch die Besucherzahlen und damit die Anforderungen an die Hardware stiegen kontinuierlich. Derzeit rufen gut 30.000 Besucher mehr als 90 Mio. Kacheln pro Monat ab. Die Garmin-Downloads, die glücklicherweise auf einem anderen Server liegen, kommen auf 17 TB/Monat. Besucher Zugriffe

Möglich ist der Betrieb überhaupt nur durch die Unterstützung der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) und dem Regionalen Rechenzentrum Erlangen (RRZE). 2012 finanzierte die Universität dem Projekt einen Server, der dankenswerterweise am RRZE untergebracht und versorgt wird. 2015 finanzierte das Department Geographie eine SSD mit 1,1 TB, die über PCIe angebunden ist. Und erst vor Kurzem wurden von der Universität dankenswerterweise Mittel für weitere HDDs im RAID mit 3,6 TB nutzbarem Speicherplatz bewilligt, um auch die größeren Zoomstufen vorhalten zu können.

Seit Anfang 2016 konnte dank der 1,1TB-SSD der Versuch gewagt werden, den gesamten Planeten abzudecken. Selbst die minütlichen Updates brachten den Server bezogen auf die Rechenzeit nicht mal ansatzweise an seine Grenzen. Die OSM-Datenbank (osm2pgsql ohne HSTORE) wuchs allerdings so stark, dass der automatische Import vor wenigen Wochen gestoppt werden musste. Neben den OSM-Daten (495 GB) liegen nämlich auch 505 GB an Höhenlinien als Datenbank auf der SSD.

Die Konsequenz ist klar: Die Höhenlinien-Datenbank muss um mindestens 100 GB reduziert werden, um der OSM-Datenbank Platz für die nächsten Monate und Jahre zu verschaffen. Auch kartographisch wäre dies sinnvoll: Der weltweite Höhenlinienabstand von 10 Metern ist spätestens in Hochgebirgen alles andere als übersichtlich (Beispiel). Man kann also getrost auf so manche Höhenlinie verzichten. Das Problem ist nur, einen Algorithmus und dessen Parameter zu finden, mit dem automatisiert alle Höhenlinien weltweit ausgedünnt werden können. Übrigens enden Höhenlinien auf professionellen Karten durchaus auch mal im Nichts, wenn zwischen Detailgraden gewechselt wird. Vermutlich muss man nach (evtl. zusammenhängenden) Gebieten suchen, in denen Höhenlinien gelöscht werden.

Derzeit bin ich der einzige technische Entwickler der OpenTopoMap. Glücklicherweise habe ich neben der OTM noch andere schöne Hobbys, wodurch die Entwicklungszyklen allerdings extrem lang werden. Gerne würden wir weitere Entwickler aufnehmen und nach der Höhenlinienproblematik auch weitere Ideen ausprobieren. Sehr willkommen (und sich in einer E-Mail-Flut äußernd) sind natürlich weiterhin Anregungen und Verbesserungsvorschläge. Ohne ein Entwicklerteam, das größer als eine Person ist, stehen die Chancen auf eine schnelle Umsetzung allerdings schlecht.

Lange Rede, kurzer Sinn: Wir suchen nach Entwicklern! Wer sich berufen fühlt, möge sich gerne bei mir per PM oder Mail (stefan@opentopomap.org) melden.

Die Autoren des Projektes möchten nochmals ganz herzlich der FAU und dem RRZE für die Finanzierung und Unterstützung der OpenTopoMap danken.

Google Earth ==> OSM Earth (DE)

Posted by -karlos- on 12 August 2016 in German (Deutsch)

Nein, “OSM go” habe ich nicht gecancelt sondern die Idee erweitert. Aber erst mal Danke für die Anregungen. Die Reaktionen waren zunächst mäßig, nach einer Woche dann schon schön.

Nach meinem Go-Post habe ich einenTag lang einige Teile aus alten Code von mir zusammengeglaubt und hatte abends schon eine erste 3D-Ansicht. Was mich so begeistert hat, das mir einer schlaflosen Nacht die Phantasie durchgegangen ist: In 3D OSM durchwandern (nicht der abschreckende Pokemon-Style, was gescheites), Daten einblenden, nicht nur Laufen, auch “fliegen”; daher jetzt der Begriff “OSM Earth”. Klar sind dann weitere “Layer” auch mit Echtzeitdaten möglich. Vielleicht auch ein Wechseln zur 2D-Ansicht.

Derzeit kämpfe ich noch mit den JavaScript Orientation-Controllern (Der Kompass stimmt bei Android nicht) das kann gerne jemand Übernehmen. Mithelfende kann ich brauchen, nicht unbedingt nur zum Code schreiben. Aber auch Beratung, welche Frameworks es gibt. Zum Beispiel: Wenn ich mit AJAX JSON habe, wie konvertiere ich die OSM-Daten zu Javascript-Arrays und wie Indiziere ich die Node-IDs?

Eigentlich gibt es ja schon alles; Renderer in 2D und 3D, Gamification mit OSM-Verbessern. Demotivierend? Och - ist doch gut, wenn man weniger Arbeit hat. Allerdings ist es sau schwer, sich in einen Haufen fremden Codes einzuarbeiten. Und oft kann man nur die Lösungen nehmen, weil es kein Javascript ist.

  • Eine laufende Gamification (in 2D): http://www.kort.ch
  • Ein Renderer in Javascript (2D): Cartagen
  • Ein 3D-Renderer (java,statisch): osm2world.org
  • Ingress, der “Vorgänger von PG" auf OSM Basis: github.com/egore/osmgress
  • Andere Tools, die zum Editieren Motivieren: Mapillary, OSMand and Maps.ME.

Bei Edits gibt es viele Bedenken, da es ja Neulinge sein sollen. Mir gefällt die Idee, das diese Edits in einem Pool landen, die dann “echte” OSMler in ihren Editor laden und prüfen.

Wie geht es weiter? Immer das, was gerade Spaß macht :-)

  • Als nächstes gedenke ich von Overpass JSON-Daten der eigenen Position zu holen. Dann werden “echte” Sachen dargestellt, statt Test-Nodes Etc. Das wird motivieren, immer mehr Details auch in 3D darzustellen.
  • Die Bewegungsmöglichkeiten sind verbesserungswürdig. Ein Cardboard-Mode kommt dazu. Mit Tastatur&Maus, Touch-Gesten oder VR-Gadgets “Bewegen” zu jedem Blickpunkt der Erde.
  • Und erstes “Spielen”; schon echtes (GPS) ‘rumlaufen gibt erste Punkte. Aus persönlichem Erleben halte ich das Erfassen von Hausnummern für eine gute erste nützliche Aktion.

Hier ein Bild meines erstes Renderns, möglichst nahe am Pokemon-Kartenstiel. Einen OSM-Like-Stiel hänge ich an den englischen Post. Und wer es selbst ausprobieren möchte (ohne Gewähr): www.ac1000.de/osm/go oder als OSM-Stiel: www.ac1000.de/osm/go?x Die Bedinung geht mit Tasten, Maus, Touch und Drehen, ist aber noch recht fummelig.

OSM-go Pockemon-Style

Gehen OSM die Mapper aus?

Posted by w-j-s on 9 August 2016 in German (Deutsch)

Wenn man so sieht, wer wo im Schwarzwald, dem Elsass oder dem Raum Basel editiert: es ist mittlerweile da ziemlich mau aus. Recht wenige Leute - und es wird da gebaut wie noch nie in den letzten 10 Jahren: Häuser, Straßen, Kreisverkehre. Man kommt da gar nicht nach, die Karte aktuell zu halten,

Da stellt sich mir als mittlerweile recht wenig aktivem Wikipedianer und Heise-Foren-Troll die Frage, ob OSM die Mapper ausgehen. (Was ja jemandem in den USA, der die "Craft-Mapper" eh nicht mag, gefallen dürfte, siehe http://mike.teczno.com/notes/openstreetmap-at-a-crossroads.html

So nebenbei: http://hdyc.neis-one.org/?migurski zeigt uns einen offenkundigen Silicon-Valley-Nerd, der wohl nicht gerade oft im Wald Mountainbike fährt, oder das Rad als Transportmittel benutzt. Recht mager, die Beiträge zu OSM bisher, wenn man so austeilt wie er.)

Aber zurück zu OSM: Viele Leute scheinen die Lust wieder verloren zu haben, die da mal aktiv waren. C'est la vie, offenbar. (und von diesem Account wird man auch nichts erwarten dürfen, vielleicht Fehlermeldungen in OSM setzen und lösen oder vielleicht Blogposts ;-).

Und Neulinge? Vielleicht sind kommerzielle Karten wie Google den Leuten gut genug, weil sie eh Luftbilder bevorzugen. Karten setzen ja ein gewisses Maß an Abstraktionsvermögen voraus - und das dürfte vielen Leuten einfach fehlen. Wer war in Erdkunde etwa in der Schule wirklich gut?

Oder liegt es auch daran, dass das das Smartphone den PC in der Internetnutzung abgelöst hat? Das Smartphone taugt nicht viel zum Editieren, vielleicht außer den - allerdings sehr wichtigen - POIs, dem Salz in der Suppe sozusagen.

Aber die Suppe selbst? Diese undankbare Kiloarbeit, aus Luftbildern, Mapillary-Bildern, Maps4bw und natürlich selber, am besten eigenen GPS-Traces vor Ort erkunden, eine Karte* zu erstellen, das ist vielleicht nur etwas für Leute mit Asperger. Das macht 1% der Bevölkerung, überwiegend auch noch Männer, und die müssen dann auch noch Karten statt Wikipedia mögen. (Das war jetzt nicht alles ganz ernst gemeint).

Manchmal gibt es allerdings auch Lichtblicke: Da kümmert man sich etwa in Schopfheim nach fünf Jahren der Abstinenz dort mal wieder um die Suppe und kurze Zeit später fängt jemand anders damit an, diese zu auch gut würzen.

In Neuenburg bleibt die Suppe dagegen offenbar fad, auch wenn sie gerade heiß gemacht wird. ;-)

*zur Karte: Ja, OSM ist keine Karte, es ist eine Geodatenbank, aus der man u.a. auch unterschiedlichste Karten herstellen kann - aber etwa auch Navigationslösungen. Das macht es aber alles nicht einfacher.

AFK

Posted by malenki on 2 August 2016 in German (Deutsch)

Ich werde für längere Zeit auf Reisen gehen.

Da ich vermutlich selten Zugang zu Computer und Internet haben werde, kündige ich eine OSM-Pause an. Sicher werde ich hin und wieder mappen, aber nicht in dem Umfang wie bisher für OSM aktiv sein.

Konkret fallen weg:

– tägliche Edits – großenteils in Sachsen und Deutschland, zum Teil weltweit
– tägliche Kontrolle von Straßennamen, die der Straßenlistenticker als gelöscht

meldet und entsprechende Reparatur/Kommunikation mit den Mappern und zum Teil Verwaltungen von Ortschaften. Offenbar bin ich der Einzige, der sich dieses Betätigungsfeld gesucht hat. Über einen Nachfolger würde ich mich freuen. – Dietmar Seifert mit Fehlern von und Verbesserungsvorschlägen zu http://regio-osm.de nerven
– Review von und etwas Zuarbeit zur Wochennotiz und OSM weekly – Organisation/Betreuung von OSM-Ständen in Glauchau und Köln, hauptsächlich aber bei den Chemnitzer Linuxtagen (habe ich schon letztes Jahr abgegeben)
– Besuch und teilweise Organisation des Freiberger Stammtisches
– Betreuung des OSM Affiliate Accounts bei Amazon für Deutschland (habe ich dem FOSSGIS e.V. in Person von Frederik Ramm übergeben)
– Meldung von Programmfehlern und Vorschläge für Verbesserungen in JOSM (knapp 200) und anderen Programmen bei verschiedenen Plattfomen wie github oder launchpad
– gelegentliche Korrektur von Übersetzungen, hauptsächlich in JOSM und iD. (Früher war ich der Übersetzer für MapOSMatic und (nicht OSM-bezogen) bis jetzt der von Claws Mail.)

Bisher habe ich in acht Jahren etwa 11.600 Edits gemacht – von Anfang an mit JOSM, weil ich Potlatch 1 unbedienbar fand (RTFM – was ist das? :) )
Mit der Zeit war meine Gegend relativ vollständig gemappt, so dass ich meine Tätigkeit vom reinen Neu-Eintragen auf die Qualitätssicherung (QS) ausdehnte. Die meisten Mapper, mit denen ich dabei in Kontakt kam, waren freundliche, hilfreiche und dankbare Kollegen. Gefühlte 0,1 Prozent der Mapper die antworteten waren der Meinung, dass ich meine Meinung für mich behalten soll und eine perfekte OSM-Welt eh nicht möglich ist. Vermutlich sollte man deswegen gleich gar keine QS betreiben?
Nachrichten und von mir begonnene Changesetdiskussionen wurden zu etwa 50% beantwortet.

Meine Tätigkeit für OSM war für mich bis zuletzt großenteils ein Vergnügen. Allerdings hat das mit der Zunahme von QS-Tätigkeit gelitten. Wenn man tagelang Fehler anderer aufräumt, bekommt man den Eindruck, dass ein großer Teil der OSM-Daten ein Haufen Murks ist. Ein "interessanter" Fall war ein Mapper, der mir durch das Löschen einiger Fußgängerzonen aufgefallen war. Nach dem Überprüfen einiger seiner Changesets kam ich zu dem Schluss, dass er kein echter Vandale war, aber immer wieder offenbar reale existierende Sachen löschte. Also ging ich alle seine Changesets durch, stellte alles Gelöschte wieder her und überprüfte jedes einzelne Objekt. Insgesamt hatte er gelöscht:

mindestens 140 Hausnummern
eine Unmenge highway=service
etliche Bushaltestellen mit Name und Zugehörigkeit zu Public-Transport-Relationen
einen Großteil der Fußgängerzonen einer Stadt
den detaillierten Hauptbahnhof einer Stadt
einige Plätze mit Namen
etliche Ortschaften (place=)
Bänke
Picknickplätze
etliche Brücken
etliche Ortseingangsschilder, andere Verkehrsschilder und Streubehälter

Auf seine Löschungen angesprochen meinte er sinngemäß: "Ich dachte, OSM muss nicht so detailliert sein. Aber löschen werde ich nun nichts mehr."

Die Nachbarstadt Freiberg hatte OSM bereits 2014 eine Hausnummernliste mit Koordinaten zum Abgleich gegeben, nachdem sich ein Mapper sehr darum bemüht hatte. Mit anderen Mappern habe ich eine Menge Hausnummern gesammelt und eingetragen. Leider haben wir noch nicht alle gefunden. Nach dem Vergleich mit den Daten von 2015 fehlen noch etwa 260 Hausnummern. Die Problemfälle sind Gebäude, die noch vorhanden sind, aber keine Hausnummer tragen.

Oft sind dies Gebäude, die nicht bewohnt sind wie verlassene Wohnhäuser, Leichenhallen, Kirchen, Kapellen und auch einige gewerbliche Einrichtungen. Dort muss man aufwendig recherchieren – und schiebt das möglichst lange hinaus, da es ja noch einfacher zu findende Hausnummern gibt. Ein mögliches Problem beim Abarbeiten von Listen ist, dass man neue Gebäude mit neuen Hausnummern übersieht – weil die ja nicht in der Liste stehen. :)

In meinem (ehemaligen) Wohnort fehlen von 2213 Hausnummern noch knapp 500.

Bei HOT-Tasks passierte es mir stets, dass ich zwar angefangen habe, einen Abschnitt zu bearbeiten, aber eigentlich immer beim Korrigieren von Daten anderer Mapper gelandet bin.

Mein bisheriges Schaffen auf [hdyc](hdyc.neis-one.org/?malenki); einige weitere Accounts kann man auf meiner Benutzerseite finden. Gelegentlich werde ich wohl Lebenszeichen von mir geben auf meinem Blog oder twitter. Wenn sich die Möglichkeit ergibt, werde ich sicher auch hier und da ein paar Logs und Edits für OSM haben und ein paar Bilder für Mapillary.

In der Hoffnung, dass die Mapper, die sich von mir unterdrückt und gegängelt fühlen, nun endlich entfalten und mehr Changesets als Forenbeiträge erstellen können und werden –

La revedere!
malenki – Thomas

Location: Plaue, Flöha, Landkreis Mittelsachsen, Sachsen, Deutschland

Pokemon Go ==> OSM Go (DE)

Posted by -karlos- on 31 July 2016 in German (Deutsch)

Wer hatte diese Assoziation auch gleich? Da kommen einem einige Ideen. Jetzt Augen zu und dann deine Ideen aufschreiben bitte. Gamification von OSM, als Trittbrett um OSM als nützlich im Alltag bekannt zu machen. Aber nicht nur, die Datenbasis soll auch davon partizipieren.

“Wer Visionen hat, soll zum Arzt gehen”, Helmut Schmitt. Ein “OSM GO” ist keine Mini-App, die man mal schnell zusammen popelt. Ein Server muss laufen, die Bedienung idiotensicher und verlockend sein. Die Funktion verständlich. Da braucht man mehr als zwei begeisterte Programmierer, bis zumindest einige Basis-Level laufen.

Das die Idee geklaut ist, darf jeder sehen, Pokemon Go ist auch ein Mix bekannter Elemente: Draußen Münzen sammeln gibt es schon lange. Augment Reality auch (mich irritiert, dass PG das nicht immer an läßt).

Der OSM-GO Client kann (erst mal) eine Browser-App sein. Mit WebGL/Three.js geht 3D-Darstellung, On-Events von Javascript können die Bewegung des Smartphone erfassen. Das man nebenbei auch einen OSM-Renderer in Javascript braucht, ist ja auch eine Herausforderung.

Bleibt noch die Frage nach dem “Game-Play”. Da kann man zur Anfangs-Motivation auch osm-nutzlose Punkte-Sammelei betreiben: Jeder gesund gelaufene Meter zählt, Hydranten oder Wasserspender suchen und aufsuchen. Wenn der Spieler will, kann er sich virtuell “sichtbar machen” so das andere Spieler sehen, wo er läuft.

Richtig Freude macht aber erst OSM-Nützliches: Prüfen, ob es den Laden noch gibt, der auf OSM eingetragen ist; je länger nicht geprüft wurde, je mehr Punkte. Die Daten der Läden prüfen / aktualisieren / Neue eintragen. Hausnummern erfassen. Hört ein Weg wirklich am Ende auf, oder hatte da ein Mapper keine Zeit/Lust mehr? Ganz neue POI und am Ende gar neue Wege erfassen.

Sobald OSM-Daten verändert werden, wird es natürlich kritisch und bedarf einer Verifizierung. Viel hilft viel: Wenn drei Spieler das gleiche behaupten, wird es wohl eher stimmen und erst dann wird es in die OSM-Daten übernommen. Für die Sammlung weiterer Gameplay Ideen und Funktionen gibt es dann vielleicht eine Seite im OSM-Wiki.

Ist das alles nur eine Vision oder realisierbar? Technisch sehe ich keine Hindernisse. Wenn es denn flutscht, wird OSM auch Server-Kapazität bereit stellen. Der größte OSM-Mangel sind aber Macher, Programmierer. Ich währe dabei. (Referenzen: ac1000.de/tosme ac1000.de/kk )

Und schließlich: Besteht allgemeines Interesse, so ein “Spiel” zu nutzen?

PokemonGoRenderer

living_street und maxspeed...

Posted by MKnight on 18 July 2016 in German (Deutsch)

... hab ich mich da eigentlich schonmal ausgekotzt? Nein? Nun denn:

livingstreet mit maxspeed Bild zeigt JOSM mit allen in Deutschland gemappten living_street, die zusätzlich mit maxspeed gemappt sind. (schlappe 11.000 Stück...)

Ja, ich versuche mich so kurz wie immer zu fassen:

Gesetze in .de sind grob verallgemeinert so formuliert: es gibt kein maxspeed, Höchstgeschwindigkeit ist Schrittgeschwindigkeit. Das wird je nach Ordnungshüter und/oder Gericht unterschiedlich interpretiert. Die Meinungen gehen im Groben von 5-11km/h auseinander.

Sagte ich schon, dass es kein Maxspeed gibt? Oh, tatsächlich.

Was es übrigens überhaupt ganz und gar nie nicht gibt* sind living_street mit maxspeed=30 oder maxspeed=50 oder dergleichen. Wirklich nicht! Indianerehrenwort!

(* maxspeed=7 (etc.) ist zwar genauso falsch, aber der gute Wille ist erkennbar. Fühle Dich nur leise und ganz lieb angeschnauzt!!!!1)

Sodala, als Kaufmann noch paar Statistiken:

  • maxspeed=20 - 0492 ways
  • maxspeed=30 - 3751 ways (!!!)
  • maxspeed=40 - 0002 ways (was isn da kaputt?)
  • maxspeed=50 - 0114 ways
  • maxspeed=70 - 0008 ways (nee is klar!!111)
  • maxspeed=100 - 0006 ways (DU! MICH! AUCH!)

Ein paar overpass-turbo-abfragen für die 2-3 Leute, die das Problem aus der Welt schaffen oder wenigstens verkleinern möchten:

oder die grosse Keule:

Disclaimer: bevor wer auf die Idee kommt meinen Namen zu scannen, ja ich habe auch Leichen im Keller, wo mir das entweder nicht aufgefallen ist oder ich mangels Ortskenntnis nur eine Note gesetzt habe.

FOSSGIS-Konferenz 2016

Posted by Peda on 13 July 2016 in German (Deutsch)

Ich möchste hier eine kleine Zusammenfassung der diesjährigen FOSSGIS-Konferenz wiedergeben um zum einen zum Ausdruck zu bringen, dass die Konferenz wirklich super war und (wie jedes Jahr) sehr viel Spaß gemacht hat und zum anderen um etwas Werbung zu machen damit nächstes Jahr hoffentlich noch mehr Leute aus der OSM-Community vorbeischauen und mitmachen.

Die Konferenz fand dieses Jahr in Salzburg statt und ging direkt der jährlich an der Salzburger Uni stattfindenden AGIT voraus. Dadurch ergab es sich, dass die FOSSGIS von Montag bis Mittwoch und nicht wie sonst von Mittwoch bis Freitag stattfand, und somit die Ausrichtung eines speziellen OSM-Sonntags ermöglicht wurde. Der OSM-Sonntag war ein wirklich tolles Extra und hat mir sehr gut gefallen! Da vor allem OpenStreetMapper anwesend waren, war das ganze noch etwas familiärer und man konnte sich noch besser über aktuelle Themen und Projekte unterhalten und informieren. Ich hoffe, dass sich auch künftig wieder eine Möglichkeit findet, solch einen speziellen OSM-Tag zu veranstalten. Wichtig ist, das er am Wochenende liegt, da dann einfach mehr Leute Zeit haben und sich nicht extra Urlaub nehmen müssen.

Michael hat im Blog eine sehr nette und vor allem treffende Zusammenfassung geschrieben. Ich kann auch die Vorträge dazu eigentlich alle empfehlen.

Zum offiziellen FOSSGIS-Programm gab es auch eine Vielzahl interessanter Vorträge und Gespräche. Ich habe selbst nicht alle angeschaut, möchte aber dennoch ein paar Empfehlungen abgeben.

Dazu gehört der Vortrag Jenseits von Mercator von Christoph und insbesondere auch der tollen Demo der Quincunx-Projektion. Die Vorträge Flächen und Kanten von Roland, die Bachelorarbeit von Nathanael Lang und Jakob Miksch' Masterarbeit widmen sich alle vornehmlich dem Fußgängerrouting und Routing über Flächen. Etwas das ich mir schon lange wünsche, aber leider bisher noch nirgends wirklich gut umgesetzt wurde. Aber vielleicht wird das ja demnächst etwas mit z.B. der Arbeit von Jakob. Zudem sollte man sich Frederiks Vortrag zu automatischen Edits und Importen ansehen: Damit man mal sieht, was alles für Scheiss importiert wird und warum die DWG (zu) viel Arbeit hat!! :-)

Am Dienstag gab es dann von Manuel Roth und Kollegen einen Vortrag zu Vector Tiles um deren Arbeit es wohl auch etwas Ärger mit Mapbox gibt. Der Vortrag ist auf jeden Fall sehenswert. Ebenso empfiehlt sich Serhan Şens Vortrag über den Leitstellensimulator. Er zeigt eindrucksvoll den hohen Aufwand für dessen Betrieb, zeigt aber auch, wie mit solchen Projekten neue Mapper gewonnen werden.

Am Mittwoch fand ich besonders den Vortrag OSM schön gemacht interessant. Der Vortrag war gut aufgezogen und die von Mark Padgham neu erstellten R-Pakete sahen sehr vielversprechend aus. Vielleicht doch endlich mal ein Grund die eigenen R-Kenntnisse zu verbessern! ;-)

Es gab sicherlich noch viele weitere interessante Vorträge die ich hier nicht erwähnt habe und ich habe bisher auch selbst noch nicht alle Vorträge angeschaut. Man unterhält sich dann eben doch öfter auch mal mit anderen OpenStreetMappern oder hilft dem Videoteam bei Schnitt und Kontrolle. Ich bin mir aber sicher das ich auch die restlichen Vorträge noch ansehen werde. Guckt selber einfach mal die Liste aller Vorträge durch.

Viel Spaß beim Anschauen der Vorträge und ich hoffe es bekommen dann noch mehr Leute Lust, nächstes Jahr eben doch auch persönlich aufzutauchen und sei es nur an einem "OSM-Sonntag".

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