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gelöst in changeset/106263072#map=15/51.4655/7.2690

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Ich glaube, wir drehen uns hier im Kreis.

Wir sollten erstmal klären, was OSM ist. OSM ist zunächst mal eine freie Kartografische Datenbank.
Aus dieser Datenbank lasen sich Karten für unterschiedliche Zwecke erstellen. Das sind zum Beispiel die hier auf openstreetmap.org gezeigten Stile „Cyclosm“, „ÖPNVKarte“ und „OpenStreetMap carto“. Letzterer wird hier auf Deutsch unter dem Namen „Standard“ angezeigt. Da OpenStreetMap eine freie Datenbank ist, können aber auch andere neue OpenStreetMap-Karten erstellen, solange sie sich dabei an ein paar Bedingungen halten. Dabei kann jeder selbst entscheiden, was in der neuen Karte dargestellt werden soll, und was nicht. Die Ebenen „CyclOSM“ und „ÖPNVKarte“ sind auch mal solche Projekte gewesen, die unabhängig ihre eigenen Karten aus den Daten der OpenStreetMap erstellt haben.
Auch die Darstellung in Qwant Maps ist aus den Daten von OpenStreetMap erstellt worden. Die Aussage, OSM sollte geanauso gut sein wie Qwant Maps, macht also gar keinen Sinn. Da Qwant Maps aus OSM-Daten generiert wird, kann es nicht besser sein als OSM.

Ich stimme dir aber zu, dass der hier als Standard bezeichnete Kartenstil OpenStreetMap-Carto für viele der Inbegriff von OSM ist. Deshalb habe ich dich ja auch gebeten, eine Diskussion zur Darstellung von amenity=post_depot auf https://github.com/gravitystorm/openstreetmap-carto/issues/new anzustoßen.

Übersichtlichkeit entsteht nicht nur dadurch, alles anzuzeigen wo genug Platz für da ist. Es sollte auch keine Überfrachtung mit Informationen geben. Die würde es einem schwer machen, zu finden was man sucht, selbst wenn es dargestellt ist. Daher gilt einen Mittelweg zu finden, der sowohl regelmäßigen als auch neuen Betrachtern der Kartendarstellung Orientierung bietet. Und der dicht bei dicht wie auch bei dünn besiedelten Gebieten funktioniert, und trotzdem eine gewisse Einheitlichkeit bewahrt.
Derartige Abwägungen kann das Team von OSM-carto https://github.com/gravitystorm/openstreetmap-carto/graphs/contributors aufgrund seiner Erfahrungen damit besser treffen als wir. Auch deshalb habe ich dich gebeten, das Thema dort zu diskutieren.

Ja, bei Läden wird nur die Verkaufsfläche getaggt. Auch eventuelle Auslagen, die vor dem Eingang auf der Straße stehen, sind so nicht mit erfasst.
Wenn man genau hinsieht, ist das hier ganz ähnlich: getaggt ist der Bereich, der sich hinter dem Eingang node/7235674091 befindet. Im übrigen würde ich ein Paketzentrum weniger mit einem Laden vergleichen, als vielmehr mit einer Industrieanlage wie dem Opel-Zentrallager way/27048788, einem Kraftwerk way/109504648 oder sogar einem Freibad way/78500307. Das Zentralager ist mehr als nur die Lagerhalle, das Kraftwerk mehr als nur der Generator, das Freibad ist mehr als nur die Schwimmbecken und das Paketzentrum ist mehr als nur die Sortieranlage. In allen fällen wurde das gesamte Gelände ab dem Eingang getaggt. Auch bei dem Kraftwerk und dem Opelgelände sind die Parkflächen mit einbezogen, weil sie eben auf dem Gelände hinter dem Eingang liegen. Dieses Mapping entspricht.

Du hast im Vergleich die Mappingdichte in Fußgängerzonen angeführt. Das ist ein gutes Beispiel Dafür, wie die Priorisierung in OSM-Carto gestaltet ist:
osm.org/#map=15/51.4799/7.2184
- Auf Zoomstufe 15 werden kaum Einrichtungen dargestellt. Dargestellt sind zum Beispiel Krankenhäuser und Bahnhöfe, weil diese für viele Nutzer auch auf große Distanz wichtig sind.
- Auf Zoomstufe 16 werden dann schon Einrichtungen wie große Läden und Kirchen angezeigt.
- Auf Zoomstufe 17 wird dann schon deutlich mehr angezeigt: Ein kleiner Punkt für jeden Laden, Einrichtungen wie Geldautomaten und Telefone, und die Symbole von Apotheken und Arztpraxen.
- Auf Zoomstufe 18 erst erscheinen dann die Namen und Symbole der Läden, und die Namen von Einrichtungen die weniger Menschen regelmäßig aufsuchen, wie zum Beispiel Anwaltskanzleien und Zeitungsredaktionen.
- Auf Zoomstufe 19 folgt dann Kleinkram wie Bänke und Mülleimer.

Zum Vergleich: Der Name „Deutsche Post DHL“ taucht ab Zoom 18 auf (https://www.openstreetmap.org#map=18/51.46584/7.26333), genau wie die Anwaltskanzleien und Zeitungsredaktionen. Vorher ist es in meinen Augen auch nicht nötig. Ich denke, dass sogar weniger Menschen spontan nach einem Postverteilzentrum (das gar nicht auf Kundenverkehr ausgerichtet ist) suchen als nach einem Anwalt (der immerhin von manchen Kunden direkt aufgesucht wird).

Die jetzige Darstellungspriorität entspricht also bereits dem, was woanders gezeigt wird. Ich sehe daher keinen dringenden Änderungsbedarf.

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Ich möchte gar nicht behaupten, die Standorte von Verteilzentren seien „Geheiminformationen“. Der Firmenname wird ja sogar auf der Karte dargestellt, nämlich dort, wo die Büros sind.
Und auch ich möchte Nutzer*innen eine Möglichst gute und informative Datenbank und auch eine gute Karte zur Verfügung stellen. Allerdings zeichnet sich eine gute Karte nicht unbedingt dadurch aus, dass alles nur erdenkliche darauf abgebildet ist. Vielmehr sollte die Karte übersichtlich sein und alles wichtige zeigen, während unwichtiges kleiner oder gar nicht dargestellt wird. Ob ein Paketzentrum nun wichtig genug ist, in einem bestimmten Kartenstil dargestellt zu werden, ist nicht unsere Entscheidung. Das kann jede*r, der/die eine Karte aus den Daten erstellt, selbst entscheiden. Das Team von qwant maps hat sich entschieden, Paketzentren darzustellen. Das Team der openstreetmap-carto-Standardkarte hat sich dagegen entschieden. Wenn du die Entscheidung nicht richtig findest, kannst du auf https://github.com/gravitystorm/openstreetmap-carto anregen, Verteilzentren doch darzustellen.

Ich stehe auch weiter zu der Entscheidung, das gesamte Gelände als amenity=post_depot zu taggen. Durch das Anfahren der entsprechenden Ladeluken durch die LKW findet ja auch gewissermaßen ein Teil der Sortierung statt. Besonders auch die Abfertigung der ankommenden LKW direkt rechts hinter der Einfahrt ist für mich eindeutig teil des Verteilzentrums, auch wenn sie unter freiem Himmel stattfindet.
Und dass sich die Verwaltung auf demselben Gelände befindet, sehe ich nicht als Problem. Ich kann mir vorstellen, wenn du eine*n Mitarbeiter*in fragst, wo die Postverwaltung liegt, wird die Antwort so etwas wie „An der Grete-Schickedanz-Straße, im Paketzentrum hinter dem Parkplatz links“ oder so ähnlich sein. Was ich damit sagen möchte, ist, dass dieses Mapping der Wahrnehmung entspricht, dass sich die kleine Verwaltung im großen Paketzentrum befindet.

Wollte man diese Verschahtelung der Einrichtungen umgehen, würde es auch nicht reichen, amenity=post_depot an das Gebäude zu taggen, da sich die Verwaltung ja in demselben Gebäude und damit immer noch innerhalb liegt. Um keine Verschachtelung mehr zu haben, müsste man so weit gehen, ausschließlich den U-förmigen Gebäudeteil als amenity=post_depot zu taggen. Dann wären aber auch die südlichen Gebädeteile außen vor. Und angezeigt würde der Name auch nicht, da openstreetmap-carto nur die Namen von building=*, aber nicht die Namen von building:part=* darstellt.

Ich schlage vor, hier alles so zu lassen wie es ist, und stattdessen auf https://github.com/gravitystorm/openstreetmap-carto zu diskutieren, ob Paketzentren zukünftig in der Standardkarte angezeigt werden sollen.

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Hier haben sich unsere Kommentare wohl überschnitten: Das Verwaltungsgebäude habe ich schon als solches eingetragen. Damit ist DHL nun auf der Standardkartenebene zu sehen: osm.org/#map=18/51.46589/7.26233
Auch über die Suche wird es nun gefunden. Den Namen habe ich noch mal angepasst, denn ich habe gesehen, dass auch die Post da mit drin ist.

Das Hauptgebäude mit den Tags amenity=post_depot und name=* zu versehen, halte ich aber dennoch für nicht richtig. Zu dem Depot gehören eben auch die Rangier- und Abstellflächen für Fahrzeuge etc. Das auf das Gebäude zu reduzieren, verschlechtert in meinen Augen die Daten. Außerdem würde es die Entscheidung des Teams von openstreetmap-carto untergraben, Postdepots nicht standardmäßig darzustellen.
Nur weil woanders diese Entscheidung untergraben und Tagging für den Renderer betrieben wird, müssen wir das ja nicht gleich nachmachen.

Es gibt übrigen Kartenstile, die amenity=post_depot zeigen: https://www.qwant.com/maps/#map=15.60/51.4659257/7.2664870

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Ich hab noch ein privates Foto gefunden, auf dem man erkennt, dass die südliche Gebäude gar keine Fenster für Büronutzung haben. Es kann also nur der nördliche Anbau sein. changeset/104592152

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Das Paketzentrum ist als amenity=post_depot (way/574592688) erfasst, und richtig mit name=DHL Paketzentrum Bochum, operator=* usw. erfasst. Dass amenity=post_depot von openstreetmap-carto nicht angezeigt wird, ist wahrscheinlich Absicht: Der Standort eines solchen Depots ist, anders als ein Paketshop oder so, für Kunden ja nicht relevant. Den Namen also noch an ein anderes Objekt wie das Haus zu packen, halte ich für Tagging für den Renderer.

Was ich damals allerdings noch nicht wusste, ist, dass sich auf dem Gelände auch eine Verwaltungsstelle befindet. Die ist in einem der Anbauten: (entweder way/769106783, way/769106788 oder way/769106787). Wahrscheinlich ist es der Nördliche. Wenn du Lust hast, herauszufinden, in welchem Anbau die Verwaltung liegt, kannst du den entsprechenden Gebäudeteil ja als office=logistics + name=* + brand=* und so weiter taggen. Das entspricht dann der Definition im Wiki und wird trotzdem auf der Karte gezeigt.