OpenStreetMap

Protoxenus

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November 01, 2007

Nicht die “Schönheit” der Karte ist das Wichtigste, sondern die Funktionalität und Genauigkeit. Um Funktionalität und Genauigkeit zu erreichen, muss sich die Schönheit unterordnen. Nicht jeder Quadratmillimeter muss irgendwie mit irgendeinem “landuse=” oder “natural=” bedeckt sein sein, vor allem nicht, wenn die Daten dazu nur in die Datenbank eingegeben werden, um weiße Flecken zu vermeiden. Wer Außenkanten von Flächen (z.B.Wiesen) an Mittellinien anderer Flächen (z.B. Straßen) klebt, begeht Datenfälschung.

Es gibt, seit dem die Menschheit Karten herstellt und benutzt, einen Konsens, dass, wenn etwas auf einer Karte nicht dargestellt wird, dieses nicht vorhanden ist oder der Ersteller der Karte dies nicht für seine Zwecke als wichtig empfunden hat. OSM ist keine Buchhaltung, in der man eine Gewinn- und Verlustrechnung anwenden, kein Beipackzettel eines Arzneimittels noch die AGB eines Vertrages, in denen man alle Eventualitäten berücksichtigen muss. Dazu gibt es in jeder Datenbank default-Werte. Default ist zum Beispiel, dass Dinge, die nicht vorhanden sind, nicht extra erwähnt werden. Deshalb sind die meisten XXX=no völlig überflüssig und vermüllen die Datenbank, verursachen unnötigen Datentransfer und binden sinnlos Rechenleistung. Ein XXX=no ist nur gerechtfertigt, wenn es im REALEN LEBEN eine Regel gibt, aus der sich das XXX=no ableiten lässt. Ein solches Regelwerk ist z.B. die Straßenverkehrsordnung.

Der Zweck der OSM-Datenbank ist das Herstellen von Karten und das Ermöglichen von Routing. Dazu werden die Daten erfasst und gespeichert. Wenn ein OSM-Editor nur richtig funktioniert, wenn überflüssige Daten in der DB gespeichert werden, dann läuft hier etwas grundlegend falsch.