OpenStreetMap

Problematik Bürgersteige

Posted by ubahnverleih on 8 January 2013 in German (Deutsch)

Kurz vorweg: Ich schreibe hier nicht über Fußwege, welche unabhängig von Straßen sind, sondern von Bürgersteigen, also diesen Gehsteigen die direkt an die Straße anschließen.

Ich bin eigentlich ein großer Fan vom Fußgängerrouting in OSM. In Fremden Städten ist man schnell am Ziel. Aber auch in der Eigenen Stadt kann man schnell schauen welcher Weg denn jetzt eigentlich der kürzere ist. Natürlich funktioniert das ganze nur, wenn es auch die passenden Daten in OSM gibt. Doch zuviel von Fußwegen kann das ganze auch Kaputt machen. Wenn nämlich normale Bürgersteige auch als Fußwege eingetragen werden. Dann sieht das ganze auch mal schnell so aus:

Beipspiel für kaputtes Fußgängerrouting durch Bürgersteige welche als footway eingezeichnet sind

Beipspiel 2 für kaputtes Fußgängerrouting durch Bürgersteige welche als footway eingezeichnet sind

Beipspiel 3 für kaputtes Fußgängerrouting durch Bürgersteige welche als footway eingezeichnet sind

Das Problem an der Sache ist einfach, dass man in der Realen Welt an jeder Stelle von der Straße auf den Fußweg kommt. In der OSM-Daten allerdings nur da wo die Straßen und die Fußwege gemeinsame Punkte haben. Klar könnten die Routingprogrammierer da ein wenig optimieren, doch ich denke es macht keinen wirklichen Sinn Bürgersteige als Fußweg zu mappen. Natürlich ist das wieder so eine Diskussion wie das Spurmapping, aber ich glaube von dem kann man lernen, dass es nur Sinnvoll ist den Bürgersteig als separaten way zu Mappen, wenn eine Bauliche Trennung besteht - man also nicht jederzeit von dem Bürgersteig auf oder über die Straße kommt, weil z.B. eine Leitplanke dazwischen ist.

Lösung

Ich kann allerdings verstehen, dass man eintragen will, dass an dieser Straße z.B. nur links ein Bürgersteig ist. Dazu gibt es das Tag Sidewalk welches an jeden Highway gehangen werden kann. Also sidewalk=both/left/right/none Ich weiß nicht ob es schon routingsoftware gibt, welche das auswertet, aber ich finde diesen Tag ganz sinnvoll.

Location: Innenstadt, Görlitz, Sachsen, Deutschland, Europäische Union

Comment from aseerel4c26 on 8 January 2013 at 18:03

Eigentlich zweidimensionale Flächen auf werden auf Eindimensionalität abstrahiert. Dann fällt es schwer (ich weiß nicht wie) zu kennzeichnen, wo sie überall aneinandergrenzen, wenn sie parallel nebeneinander herlaufen. Das Problem besteht nicht nur bei deinem Straßengehwegbeispiel, sondern generell durch diese Abstraktion. Beispiel: große Gehwegfläche um einen Wendehammer herum Der Wendehammer grenzt eigentlich überall an die Fläche an und man kann überall (sofern man eine Bordsteinkante passieren kann) zwischen beiden hin und her wechseln. Sollte man beide Elemente vielleicht in eine Relation stecken, die ausdrückt, dass beide verbunden sind?!

Ich finde, dass wir lieber dieses Problem generell lösen sollten (vielleicht ist es ja schon gelöst?!) und die Wege einzeln mappen sollten - es ist ja doch mehr Information.

Siehe auch http://www.openstreetmap.org/user/nomatrix/diary/18036 ("todesfalle gehwege").

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Comment from Chaos99 on 9 January 2013 at 08:04

Das "dass man in der Realen Welt an jeder Stelle von der Straße auf den Fußweg kommt" ist leider genauso eine unzulässige Vereinfachung wie dass man jeden Weg ohne sidewalk/path/footway tag als Fußgänger begehen kann.

Den 6-spurigen Stadring überquert man besser nur an den vorgesehenen Übergängen und nicht 'uberall'. Auch wenn es keine physischen Barrieren gibt. Das für viele bereits eine Bordsteinkante ein unüberwindbares Hinderniss darstellt, wurde schon angesprochen.

Das Problem beim Routing ist, dass auf Grund fehlender Tags eben primaer auf Straßen geroutet wird, egal ob sie einen sidewalk haben oder nicht. Schaltete man dies ab (also Routing nur auf dedizierten Fußwegen und auf Straßen mit Sidewalk) würde plötzlich ein 'Leidensdruck' entstehen, der sicher in kürzester Zeit zu ordentlichen sidewalk-tags und guter Konnektivität von Fusswegen führte.

Bis dahin wäre das Routing aber komplett kaputt.

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Comment from robert on 9 January 2013 at 10:59

I don't speak german but I know exactly what this post's about. And yes it annoys me too.

It would be nice to have a well put together wiki page a la http://wiki.openstreetmap.org/wiki/Tagging_for_the_renderer to point people who insist on doing sidewalk-tagging towards.

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Comment from Sanderd17 on 10 January 2013 at 07:47

I haven't mapped any sidewalks (to avoid the problems mentioned here), but I agree that pedestrian routing should happen over surfaces rather than lines.

So what we should do is, instead of mapping the footway paths, we should map the footway surfaces, the road surfaces, and the barriers between them (buildings, curbs, walls ...). So that routing software knows, if they are connected, and that connection isn't a major barrier, you can go from the one to the other surface.

I did have to "invent" a footway once. A walking route went through a meadow, but there wasn't a path there (just a few poles showing the way). But to add it to the relation, I needed a way. In fact, the entire meadow (and every meadow) should be routable for pedestrians (but with limited access restrictions). Given that the barriers (such as fences) are also mapped.

Of course, this needs extra data, and extra calculation power, but according to the Moore's law, this can't be too much of a problem.

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