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Bing contra Wirklichkeit 3 months ago

Sicher werden mittlerweile Höhenmodelle zur Lageverbesserung verwendet, das war aber nicht immer so. Vorher ging es mit auf dem Luftbild sichtbare und speziell gesetzte Passpunkte oder andere sichtbare Punkte. Zu Zeiten, als noch nicht digital beflogen wurde, wurden die Luftbilder dann manuell entzerrt und dann belichtet (ich hab das im Studium einmal gemacht). Auch da passte die Lagegenauigkeit hinreichend.

DGM-Genauigkeit:

Hier in Brandenburg, wo flächendeckend ein DGM1 (1x1m-Pixel, bei +/- 30cm Höhengenauigkeit) vorliegt, sind Luftbilder des Landes sehr genau. (Ja, es ist ein echtes DGM1!)

Meinner Meinung nach liegen die Unterschiede aber vor allem einerseits in der Kameratechnik (Objektiv, Auflösung, Einzelbildgröße), der Aufnahmetechnik (Flughöhe, Bildüberdeckung, Flugzeit) und auch im Prozess des Georeferenzieren (z.B. Spline-Transformation beim Georeferenzieren mit von der Anzahl und der Verteilung nicht genügend gesetzten Stützpunkten.

Bei den Bing-Luftbildern schätze ich mal, daß die unter anderem Bildüberdeckung nicht ausreichend war. Aber auch die anderen genannt Faktoren spielten eine Rolle. Dann kommt es zu solchen randlichen Verzerrungen, oder zum "kippen" der Häuser.

In Brandenburg passt Bing meiner Ansicht nach hinreichend gut, auch wenn es auch hier gelegentlich zu Schlangenstraßen kommt, wo es in der Realität keine gibt. Ich nutze dienstlich Bing außerhalb von OSM und sehe so die Lageunterschiede zu Luftbilder des Landes Brandenburg.

Sven